Bei jedem Wetter in Bewegung - sicher unterwegs in Würzburg
Hitze, Starkregen, Schnee und Eis stellen den öffentlichen Nahverkehr immer wieder vor neue Herausforderungen. Als Mobilitätsdienstleister für Würzburg arbeitet die WVV kontinuierlich daran, dass Busse und Straßenbahnen auch unter schwierigen Bedingungen sicher und zuverlässig fahren. Dabei gilt stets: Die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeitenden geht vor.
Und es ist Sommer...
Wenn Hitze zur Herausforderung wirdHeiße Sommertage sind nicht nur für die Menschen in den Fahrzeugen, sondern auch für Straßenbahnschienen, Fahrzeuge und technische Anlagen eine Belastung. Der Sommer 2026 war in Deutschland der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Einige Schienen wurden durch die Sonne bis zu 56 Grad heiß.
Heiße Sommertage sind nicht nur für die Menschen in den Fahrzeugen, sondern auch für Straßenbahnschienen, Fahrzeuge und technische Anlagen eine Belastung. Der Sommer 2026 war in Deutschland der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Einige Schienen wurden durch die Sonne bis zu 56 Grad heiß.
Durch die enorme Hitze wurde das Material in den Fugen neben den Schienen weich. Es gelangte auf die Schienen und machte die Fahrt für Straßenbahnen kurzfristig unsicher. Die WVV hat schnell reagiert: es wurde kurzfristig ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Mit Schiefermehl konnte das weiche Material so behandelt werden, dass der Fahrbetrieb möglichst bald wieder sicher laufen konnte.
Aktive Vorsorge
durch innovative Lösungen
Gleichzeitig arbeitet die WVV an dauerhaften Lösungen. Derzeit wird an der Haltestelle „Wörthstraße“ ein neues Material getestet: ein besonders hitzebeständiger Zwei-Komponenten-Kaltverguss. Es soll Hitze und starken Temperaturschwankungen besser standhalten.
Weiße Schienen gegen Sommerhitze
Bereits seit 2019 werden verschiedene Maßnahmen getestet, um Straßenbahngleise besser vor extremer Hitze zu schützen. Ein Beispiel sind die weißen Schienen am Heuchelhofberg: an besonders heißen Sommertagen wurde dort eine Höchsttemperatur von 60 Grad Celsius gemessen. Die helle Farbe auf den eingefärbten Gleisen reflektiert das Sonnenlicht. Messungen haben gezeigt: Dadurch bleiben die Schienen bis zu 8 Grad kühler. Diese Methode wurde zuvor bereits in der Schweiz und in Italien erfolgreich angewendet. Die WVV schützt so die Gleise vor großer Hitze und sorgt für einen sicheren und zuverlässigen Straßenbahnbetrieb - auch im Sommer.
Haben Fahrzeuge Klimaanlagen?
Wie sieht es in den Fahrzeugen aus?
Auch in den Fahrzeugen wird der Komfort weiter verbessert: Die Elektrobusse der WVV haben Klimaanlagen. Neue Straßenbahnen werden ebenfalls mit Klimaanlagen ausgestattet.
Ganz kühl wie im Auto oder Fernzug wird es in Bus und Straßenbahn trotzdem nicht immer sein. In Würzburg liegen die Haltestellen sehr nah beieinander. Die Türen öffnen oft – und dabei kommt im Sommer warme Luft ins Fahrzeug. Klimaanlagen können die Temperatur aber spürbar senken, meist um etwa fünf bis sieben Grad gegenüber der Außentemperatur.
Schnee und Eis
Sicher fahren oder gar nicht fahrenBei starkem Schneefall, Eisregen und Glätte kann der Fahrbetrieb eingeschränkt oder ganz eingestellt werden. Das ist für viele Fahrgäste ärgerlich. Doch manchmal ist es die einzig sichere Entscheidung.
Vor dem Start eines Betriebstags oder auch im laufenden Betrieb wird geprüft, ob Busse und Straßenbahnen sicher fahren können. Bei Straßenbahnen können Schnee und Eis die Rillen in den Schienen füllen. Dann besteht unter anderem die Gefahr, dass Fahrzeuge entgleisen oder nicht mehr genug Strom bekommen. Darüber hinaus können die Sandrohre der Straßenbahn vereisen oder verstopfen. Die Bremsen können nicht mehr richtig greifen.
Bei starkem Schneefall, Eisregen und Glätte kann der Fahrbetrieb eingeschränkt oder ganz eingestellt werden. Das ist für viele Fahrgäste ärgerlich. Doch manchmal ist es die einzig sichere Entscheidung.
Vor dem Start eines Betriebstags oder auch im laufenden Betrieb wird geprüft, ob Busse und Straßenbahnen sicher fahren können. Bei Straßenbahnen können Schnee und Eis die Rillen in den Schienen füllen. Dann besteht unter anderem die Gefahr, dass Fahrzeuge entgleisen oder nicht mehr genug Strom bekommen. Darüber hinaus können die Sandrohre der Straßenbahn vereisen oder verstopfen. Die Bremsen können nicht mehr richtig greifen.
Bei Bussen sind vor allem glatte und vereiste Straßen sowie verschneite Haltestellen ein Problem. Besonders an Steigungen können die Busse nicht mehr sicher anfahren und auch Bremswege verlängern sich deutlich. Rutschende Fahrzeuge gefährden Fahrgäste, Fahrerinnen und Fahrer und auch andere Verkehrsteilnehmende. Deshalb ist es in so einem Fall besser, aus Sicherheitsgründen lieber den Verkehr einzustellen.
Ein Beispiel-Tag einer außergewöhnlichen Schneesituation in Würzburg
Mit dem Schneepflug unterwegs
Bei außergewöhnlich starkem Schnee sind die Teams der WVV im Einsatz, um Gleise und Haltestellen wieder nutzbar zu machen. Dabei helfen ein Schienenpflegefahrzeug und ein Schneepflug. Auch die E-Lok der WVV kann mit einem Schneepflug eingesetzt werden, etwa auf der steilen Strecke zum Heuchelhof.
Wichtig ist außerdem die Zusammenarbeit mit dem städtischen Winterdienst: Haltestellen müssen sicher erreichbar sein, damit Fahrgäste ein- und aussteigen können.
Klar informieren und schnell handeln
Extremwetter kann zu Verspätungen, Ausfällen oder Ersatzverkehr führen. Das erschwert den Alltag der Fahrgäste. Wir wissen, dass Menschen zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zu anderen wichtigen Terminen kommen müssen. Die WVV wägt deshalb immer sorgfältig ab: Was ist noch sicher möglich – und wo ist der Betrieb anzupassen? So ärgerlich Ausfälle auch sind: Die Sicherheit unserer Fahrgäste und unserer Mitarbeitenden hat immer oberste Priorität.
Das Ziel ist klar: Der Nahverkehr in Würzburg soll auch bei außergewöhnlichem Wetter so schnell wie möglich wieder sicher fahren. Dafür investiert die WVV in moderne Fahrzeuge, testet neue Lösungen für die Infrastruktur und setzt auf erfahrene Mitarbeitende. So wird der öffentliche Nahverkehr Schritt für Schritt besser auf die Folgen von Extremwetter vorbereitet.